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Literatur

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Lesungen von der Autoren

Kan Yao-Ming 甘耀明, Mi. 9.7. / 20:15

Geschichten von der Beerdigung

Liu Tzu-Chieh (Essay) 劉梓潔, Di. 8.7.  / 20:15

Die Trauerwoche  父後七日

8.7. / 20:15 – Liu Tzu-Chieh (Essay) 劉梓潔

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Ort: Buchhandlung RosaLux, Lange Gasse 27, 72070 Tübingen (Route)

Eintritt frei.

Die Trauerwoche  父後七日

Liu Tzu-Chieh (Essay) 劉梓潔

Liu Tzu-Chieh (Essay) 劉梓潔

Liu Tzu-Chieh (Essay) 劉梓潔.

Nach dem Tod ihres Vaters muss eine junge Frau innerhalb von sieben Tagen in das Dorf ihrer Kindheit zurückkehren und wird dort erneut mit der rustikalen Lebensweise und dem Aberglauben der dörflichen Gemeinschaft konfrontiert. Zugleich muss sie sich mit den vielen komplizierten Details eines traditionellen taiwanischen Beerdigungsrituals auseinandersetzen, die nur wenig Raum für die persönlichen Gefühle lassen.

Als sie bei ihrer Rückkehr in das hektische Großstadtleben von ihrer Trauer überwältigt wird, begegnet ihr, im dichten Rauch von Zigaretten, der verstorbene Vater – als wolle er mit ihr eine kleine Zigarettenpause vom Tod nehmen und ihr sagen: bringe Deine Gefühle unter Kontrolle, und mach weiter mit Deinem Leben.

Die Autorin wird einen kurzen Abschnitt im chinesischen Original lesen und im Anschluss wird Prof. Dr. Peter Hoffmann (Sinologe, Übersetzer und Autor, Tübingen) einige Stücke aus der deutschen Übersetzung vortragen. Anschließend gibt es die Gelegenheit zum Gespräch mit Frau Liu.

Die Autorin:

Tzu Chieh Essay LIU wurde 1980 im zentraltaiwanischen Landkreis Changhua geboren und wuchs dort auf. In der Hauptstadt Taipei studierte sie Journalismus und taiwanische Literatur, und arbeitete dort im Brotberuf als Redakteurin, Texterin, Journalistin und Projektplanerin. Mit ihrer schriftstellerischen Tätigkeit gewinnt Essay Liu schon seit 2003 bedeutende Preise, so 2003 den Preis als beste literarischen Newcomerin der United Daily News für ihre Kurzgeschichte „Erblindung“, 2006 den ersten Preis des Lin Jung-san-Literaturwettbewerbs in der Kategorie Prosa für ihren Roman „Die Trauerwoche“ (chin. Fu hou qi ri).

Sie selbst verfasste auch das Drehbuch und führte die Regie (zusammen mit Wang Yu-Lin) bei der äußerst erfolgreichen Verfilmung des Romans, zu sehen unter dem Titel „Seven Days in Heaven“ im Kino Arsenal am Mi. 9. Juli  um 16 Uhr und am So. 13. Juli um 18 Uhr. Hierfür erhielt sie 2010 den renommierten Golden Horse-Filmpreis in der Kategorie Beste Literaturadaption. Heute arbeitet Essay Liu auch hauptberuflich als Schriftstellerin und Drehbuchautorin. Ihre jüngste Arbeit ist die Kurzgeschichtensammlung „Mein liebes Kind“.

 

9.7. / 20:15 – Kan Yao-Ming 甘耀明

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Ort: Buchhandlung RosaLux, Lange Gasse 27, 72070 Tübingen (Route)

Eintritt: frei.

Geschichten von der Beerdigung

Kan Yao-Ming 甘耀明

Kan Yao-Ming 甘耀明

Kan Yao-Ming 甘耀明.

Keineswegs traurig sind die „Geschichten von der Beerdigung“. Sie sind das letzte Abschiedsgeschenk der Dorfgemeinschaft für die Großmutter, die zeitlebens das Geschichtenhören und -erzählen liebte und sich wünschte, auch bei ihrem Begräbnis noch Geschichten mit auf den Weg zu nehmen. Mit viel Humor hat Kan in den Erzählungen dieses Buches Familiengeschichten, Legenden aus seiner Kindheit und wundersame Begebenheiten, wie sie auf dem Land gern tradiert werden,  zu einer Beschreibung des Lebens und der Vorstellungswelt in den Dörfern seiner Heimat verbunden. Teilweise absurd, manchmal erschütternd führt uns der Erzähler das Auf und Ab des menschlichen Daseins in Familie, Freundschaften, Liebe und der Beziehung zwischen Mensch und Natur vor Augen.

Yao-ming Kan wird einen kurzen Abschnitt im chinesischen Original lesen und im Anschluss wird Prof. Dr. Peter Hoffmann (Sinologe, Übersetzer und Autor, Tübingen) einige Stücke aus der deutschen Übersetzung vortragen. Anschließend gibt es die Gelegenheit zum Gespräch mit Herrn Kan.

Der Autor:

Yao-ming KAN, Jahrgang 1972, ist einer der Rising Stars an Taiwans Literaturhimmel und wichtiger Vertreter der Neuen od. Post-Nativistischen Strömung innerhalb der taiwanischen Literaturszene. Geboren und aufgewachsen im ländlichen Nord-Taiwan, einem Gebiet der sub-ethnischen Minderheit der Hakka, ist sein Stil mitgeprägt von deren Kultur, und Dialekt und bildet eine lebhafte Mischung aus Satire, Legenden, Volksmärchen und mündlichen Überlieferungen der Dörfer, wodurch eine einzigartige Welt nahezu magischen Realismus‘ entsteht.

Trotz seines noch relativ kleinen Ouevre ist Kan bereits mit wichtigen Preisen ausgezeichnet worden: die China Times zählte seine beiden Romane, „Die Schule der Wassergeister und der verwaiste Otter“ (2005) und „Mordgeister“ (2009), zu den jeweils zehn besten Romanen des Jahres, darüber hinaus verlieh man Kan 2010 für Mordgeister den Großen Preis der Internationalen Buchmesse Taipei 2010 und die höchste Auszeichnung für ein Werk in chinesischer Sprache. Mehrer seiner Erzählungen wurden in Taiwan auch verfilmt.

Studiert hat Yao-ming KAN Chinesische Literatur, Kreatives Schreiben sowie Englische Literatur an der Donghai-Universität in Taiwan. Neben seiner Tätigkeit als Prosaschriftsteller arbeitete er auch als Dramatiker für kleine Bühnen, Grundschullehrer und unterrichtet Kinder in kreativem Schreiben.

10.7. / 20:00 – A Moving Sound 聲動樂團

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Ort: Pfleghofsaal, Schulberg 2, 72070 Tübingen (Route)

Eintritt: frei, Spende erbeten

A Moving Sound 聲動樂團

A Moving Sound 聲動樂團

Website von “A Moving Sound”; Youtube Channel von “A Moving Sound”

A Moving Sound aus Taiwan vermischen traditionelle taiwanische und chinesische Klänge mit musikalischen Ideen der asiatischen Nachbarländer und modernen westlichen Kompositionen. Traditionelle Instrumente, wie die chinesische Geige „Erhu“, die Zhongruan-Laute und eine Auswahl westlicher Instrumente gemeinsam mit der überragenden Stimme und dem Tanz der Sängerin Mia Hsieh nehmen den Zuhörer mit auf eine Reise, die die Zeitschrift Global Rhythm als einen zwischen vielen Welten fein ausbalancierten Zugang zur östlichen Musik und kunstvollen Ausdruck des menschlichen Daseins.

Internationale Aufmerksamkeit erregt  A Moving Sound durch das Aufstoßen der Türen zum wenig erforschten Gebiet der pan-asiatischen Musik. Die Art, in der sie traditionelle Instrumente einsetzen, um ihren zeitgenössischen Klang zu präsentieren, ist der Gruppe äußerst wichtig, und die fünf Musiker verfolgen dabei einen umfassenden Ansatz: die Verbindung von Kunst, Spiritualität, gesellschaftlichem Bewusstsein und einer universellen Liebe zur Menschheit spielt eine entscheidende Rolle in ihrem Schaffensprozess.

A Moving Sound ist schon bei zahlreichen Taiwan Festivals und auf internationalen Bühnen aufgetreten, so z.B. am New York Public Theater; im The Rubin Museum (New York); beim Grassroots Fingerlakes Festival, Trumansburg, New York; World Music Festival, Chicago;Grand Performances LA;Harbourfront Center, Toronto; Small World Music Festival, Toronto; Festival d’ete, Quebec; MOFFOM Festival, Prag; WOMEX Festival, Spanien; OllinKan Festival, Mexico und beim World of Music and Dance-Festival, Großbritannien.

Nach dem Konzert können auch CDs der Band erworben werden.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von A Moving Sound.